HERDECKE – Bereits seit 15 Jahren leitet Prof. Scharbrodt die Abteilung für Neurochirurgie am GKH. Unter seiner Führung hat sich der Fachbereich zu einer leistungsstarken neurochirurgischen Einheit mit einem breiten operativen Spektrum auf dem Niveau einer Universitätsklinik entwickelt. „Zu unseren Schwerpunkten zählen mikrochirurgische Eingriffe bei gut- und bösartigen Hirntumoren, die operative Behandlung von Hirnmetastasen unter funktioneller Navigation sowie komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule, etwa bei Verschleißerkrankungen, Verletzungen oder Tumoren“, erklärt Prof. Scharbrodt. Ergänzt werde das Angebot um Operationen an peripheren Nerven, beispielsweise bei Engpasssyndromen oder Nervenverletzungen.
Besonders hervorzuheben sei die hochmoderne technologische Ausstattung der Abteilung: Mithilfe softwaregestützter Verfahren könnten Operationen dreidimensional geplant und präzise durchgeführt werden, was ein besonders gewebeschonendes Vorgehen ermögliche. „Entscheidend ist dabei die große Erfahrung unseres Teams“, betont Prof. Scharbrodt. „Sie erlaubt es uns, sogenannte Wachoperationen bei Tumorerkrankungen sicher durchzuführen und dabei die Patienten bestmöglich zu schützen. So können wir selbst komplexe Eingriffe mit hoher Behandlungsqualität und möglichst geringer Belastung realisieren.“ Neben der klinischen Exzellenz setzt die Neurochirurgie am GKH auch wissenschaftliche Akzente. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt liegt auf der Optimierung des Intensivmonitorings bei schwerkranken Patient*innen.
Neu in der Liste der Top-Mediziner ist Dr. med. Bernhard Limper, seit Sommer 2024 Chefarzt der chirurgischen Klinik am GKH. Dort hat er binnen kurzer Zeit ein überregionales Hernienzentrum etabliert sowie die roboterassistierte Chirurgie nach Herdecke gebracht: Seit einem Jahr setzt das GKH in den Fachabteilungen Chirurgie und Gynäkologie mit großem Erfolg das robotergestützte Operationssystem da Vinci X ein. Der Hightech-Roboter unterstützt Ärzt*innen dabei, Operationen wie zum Beispiel Darmoperationen mit höchster Präzision und größtmöglicher Schonung für die Patient*innen durchzuführen.
Ein weiterer fachlicher Fokus von Dr. Limper liegt auf Operationen an hormonproduzierenden, endokrinen Organen wie Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere. Neben onkologischen Eingriffen gehören auch funktionelle Störungen und seltene hormonaktive Tumore zum Behandlungsspektrum. „Gerade in der endokrinen Chirurgie kommt es auf langjährige Expertise, Feingefühl und den interdisziplinären Austausch an“, sagt Dr. Limper. „Unser Ziel ist es, auch bei komplexen Befunden eine individuell angepasste und zugleich schonende Behandlung zu ermöglichen.“
Das jährliche Ranking der Top-Ärzt*innen Deutschlands im Magazin FOCUS-Gesundheit beruht auf strengen Kriterien wie Behandlungserfolg, wissenschaftliche Leistungen und fachliche Qualifikationen. Die Auswahl erfolgt durch eine Fachjury, die öffentliche Datenquellen, Ärztebefragungen und umfangreiche Selbstauskünfte nutzt. Berücksichtigt werden Mediziner*innen mit Weiterbildungsbefugnis, Habilitation oder leitender Position in Krankenhäusern oder Fachgesellschaften, sowie Empfehlungen.














