HERDECKE – Die häufigste Erkrankung der Gallenblase sind Gallensteine. Schätzungen zufolge tragen etwa 5 bis 25 Prozent der Menschen in Deutschland Gallensteine in sich. Nicht immer ist eine Operation zur Entfernung notwendig - oft kann eine Ernährungsumstellung oder eine medikamentöse Behandlung ausreichend sein. Sollte jedoch eine Operation erforderlich sein, bietet die moderne Medizin eine Vielzahl von Optionen zur Behandlung.
„In der Chirurgie arbeiten wir mit höchsten Standards“, fasst Dr. med. Limper zusammen. „Dies ist im Sinne der Patientensicherheit unsere Pflicht“, betont der Chefarzt. Bei Gallensteinleiden wird die gesamte Gallenblase entfernt, um das Risiko für zukünftige Erkrankungen zu minimieren. Diese Eingriffe werden mittels hochmoderner 4K-Technologie laparoskopisch, also über sehr kleine Schnitte mittels der sogenannten „Schlüssellochtechnik“, durchgeführt.
Um die Behandlung weiter zu optimieren, setzt das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke seit Kurzem auf die intraoperative Fluoreszenzangiographie mit Indocyaningrün (ICG). Bei dieser Methode wird während der Operation ein für Menschen unbedenklicher Farbstoff in den Körper injiziert. Dieser färbt das Gallengangssystem und leuchtet unter Infrarotlicht grün, wodurch die Gallengänge präzise sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht den Chirurg*innen eine schonendere Behandlung von Gallenwegserkrankungen und eine gezieltere Entfernung der Gallensteine.
„Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben in der Chirurgie, die höchstmögliche Sicherheit in der Operation eines Patienten zu gewährleisten. Dies geschieht insbesondere dadurch, dass wir in der minimal-invasiven Chirurgie neueste Techniken anwenden, die uns die Strukturen des Gewebes noch klarer identifizieren lassen“, so Dr. med. Limper abschließend.














