HERDECKE - Nach 30 Jahren als Schulleiterin des Dörthe-Krause-Institutes (DöKI), der Pflegeschule des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke, hat sich Gabriele Weber Ende August in die Altersteilzeit verabschiedet. Ihre Nachfolge übernimmt der stellvertretende Schulleiter Michael Knese, der bereits seit fünf Jahren als Lehrkraft am DöKI unterrichtet.
Das DöKI ist eine staatlich anerkannte Pflegeschule und bildet nach den aktuellen Grundlagen des Pflegeberufegesetzes aus. Der Abschluss der Ausbildung erfolgt nach drei Jahren mit dem staatlich anerkannten Pflegeexamen. „Das Besondere bei uns ist, dass die Auszubildenden fundiertes Fachwissen aus der Gesundheits-/Krankenpflege und -wissenschaft erwerben, und zugleich gehören integrative Angebote der Anthroposophischen Medizin zum Stundenplan“, betont Michael Knese. Zudem werden die Auszubildenden nach TVAöD entlohnt, und auch eine Wohnung kann vom Gemeinschaftskrankenhaus gestellt werden.
Michael Knese unterrichtet seit 2018 als Lehrer am DöKI, zwei Jahre später wurde er zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Der 55-Jährige ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger und Diplom-Pflegewirt. Als Nachfolger von Gabriele Weber freut er sich darauf, „weiterhin viele Interessierte für die Ausbildung in der Pflege zu gewinnen und die Impulse aus der Anthroposophie für die Pflegeausbildung auf dem bisherigen Niveau zu halten.“
Gabriele Weber kam im Jahr 1986 als gelernte Krankenschwester ans Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. „Ich habe direkt gemerkt, dass das hier etwas ganz Besonderes ist“, schwärmt sie. „Der offene Umgang mit den Menschen hat mich sehr tief und nachhaltig beeindruckt, ebenso wie die kollegiale Zusammenarbeit, auch mit den Leitenden Ärzten.“
Im Jahr 1989 wurde Gabriele Weber Hauptamtliche Praxisanleiterin – diese berufliche Veränderung weckte in ihr den Wunsch, Lehrerin für Pflegeberufe zu werden. Nach einer zweijährigen Fort- und Weiterbildung kehrte sie 1993 als Lehrerin an die Herdecker Pflegeschule zurück und übernahm nur ein Jahr später die Leitung des DöKI.
Über die Jahrzehnte hat Gabriele Weber etwa 450 Schüler*innen erfolgreich zum Examen begleitet – viele von ihnen sind auch heute noch am Gemeinschaftskrankenhaus beschäftigt. Für ihre Zeit „nach dem DöKI“ hat die 63-Jährige bereits Pläne: „Ich werde zurück in meine Heimat im Kreis Höxter ziehen, möchte gerne viel im Garten arbeiten und wieder in einem Chor singen. Und vielleicht werde ich einen Bürgerbus fahren – ich fahre nämlich sehr gerne Auto.“














