HERDECKE – Seit einem Jahr setzt das GKH in den Fachabteilungen Chirurgie und Gynäkologie mit großem Erfolg das robotergestützte Operationssystem da Vinci X ein. Der Hightech-Roboter unterstützt Ärzt*innen dabei, Operationen mit höchster Präzision und größtmöglicher Schonung für die Patient*innen durchzuführen.
Das Prinzip der roboterassistierten Chirurgie: Der Roboter wird von einer Konsole aus von der Ärztin bzw. dem Arzt gesteuert. Dabei führen vier bewegliche Arme technologisch hochpräzise arbeitende Instrumente, die millimetergenau agieren. Eine hochauflösende 3D-Kamera liefert ein gestochen scharfes, bis zu zehnfach vergrößerndes Bild des Operationsfeldes und macht dadurch selbst kleinste anatomische Strukturen und Veränderungen sichtbar. Dies ist ein entscheidender Vorteil insbesondere bei komplexen Eingriffen im Bauchraum und Beckenbereich. „Der da Vinci ermöglicht es uns, Eingriffe noch präziser und gewebeschonender durchzuführen. Für unsere Patienten bedeutet das: weniger Schmerzen, geringerer Blutverlust und eine schnellere Erholung“, erklärt Dr. med. Bernhard Limper, Chefarzt der Chirurgie. „Wir führen in hoher Frequenz roboterassistierte Operation durch, beispielsweise bei gut- und bösartigen Darmerkrankungen. Auch insbesondere bei der Versorgung von Bauchdeckenbrüchen, so genannten Hernien, haben wir unsere modernen operativen Verfahren mit dem da Vinci um eine innovative Methode ergänzt, die wir dank unserer Erfahrung ausgesprochen schonend und sehr sicher anwenden.“
Auch in der Gynäkologie ist die neue Technologie längst etabliert. Dr. med. Anette Voigt, Chefärztin der Gynäkologie, ergänzt: „Gerade bei Operationen an der Gebärmutter oder den Eierstöcken ist die roboterassistierte Chirurgie eine hervorragende Ergänzung zu den etablierten minimalinvasiven Methoden. Sie erweitert unsere Möglichkeiten, auch komplexe Eingriffe schonend und sicher anzubieten und ermöglicht beispielsweise auch netzgestützte Operationen bei Beckenboden-Senkungsbeschwerden.“ Patient*innen, denen ein Eingriff bevorsteht, empfehlen die Herdecker Mediziner*innen, sich in ihrer behandelnden Haus- oder Facharztpraxis zu erkundigen, ob die innovative Technologie ein geeignetes Verfahren bei ihrem Krankheitsbild ist. Diese kann dann an die Fachabteilung im GKH überweisen. „Wir stehen gerne für Rückfragen oder kollegiale Beratungen zur Verfügung, wenn es um die Einschätzung geht, ob eine roboterassistierte Operation für einen Patienten in Frage kommt“, so Dr. Limper.
Das robotergestützte Operationssystem da Vinci X wird im GKH interdisziplinär eingesetzt: Hier arbeiten Chirurgie, Gynäkologie und Anästhesie Hand in Hand. Nach einem Jahr zieht das Krankenhaus eine durchweg erfreuliche Bilanz. „Die Abläufe haben sich hervorragend eingespielt, die Zusammenarbeit im OP-Team ist routiniert und das Feedback der Patienten ausgesprochen positiv“, freuen sich Dr. Limper und Dr. Voigt unisono. „Wir sind stolz darauf, dass sich die roboterassistierte Chirurgie in so kurzer Zeit so erfolgreich am GKH etabliert hat und wir damit bestmögliche Ergebnisse für unsere Patienten erreichen.“














