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Psychiatrische Institutsambulanz: Gruppentherapie in russischer Sprache

Die Fachabteilung für Psychiatrie des Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) erweitert ihr Angebot um eine ambulante Gruppentherapie zur Behandlung komplexer Angststörungen in russischer Sprache. Das neue Format ist Teil der transkulturellen Spezialsprechstunde der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) und richtet sich gezielt an ukrainische und russischsprachige Patient*innen – ein in dieser Form bislang einzigartiges Angebot im Ennepe-Ruhr-Kreis.

HERDECKE – Geleitet wird die Gruppe von Elena Klimovitskaya, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und Anastasia Bobukh, psychologische Psychotherapeutin, die beide seit vielen Jahren im Team der PIA Herdecke tätig sind. Sie ermöglichen die Gruppentherapie in der Muttersprache der Teilnehmenden. „Unser Ziel ist es, sprachliche Barrieren zu vermeiden und einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, in dem sich die Patienten sicher austauschen und die Inhalte gut in ihren Alltag integrieren können“, sagt Anastasia Bobukh.

Die ambulante Gruppentherapie ist auf acht bis zehn Termine angelegt und folgt einer klaren, wiederkehrenden Struktur. Jede Sitzung beginnt mit einer gemeinsamen Mitteilungsrunde, an die ein oder zwei praktische Übungen anschließen. Ergänzt wird jedes Modul durch einen thematischen Impuls, der den Teilnehmenden Anregungen für den Umgang mit Angst im Alltag mitgibt.

Inhaltlich vermittelt das Gruppenangebot fundiertes Wissen über komplexe und komorbide Angststörungen sowie deren Entstehung. Im Mittelpunkt stehen das Verständnis psychischer und körperlicher Reaktionen, der Abbau von Vermeidungsverhalten sowie die Entwicklung alltagstauglicher Bewältigungsstrategien. Durch psychoedukative Inhalte, therapeutische Übungen und den Austausch mit anderen Teilnehmenden lernen Betroffene, ihre Symptome besser einzuordnen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in verschiedene Behandlungsformen, von ambulanter und stationärer Therapie über digitale Unterstützungsangebote bis hin zu medikamentösen Optionen“, ergänzt Elena Klimovitskaya.

Mit dem neuen Gruppenangebot trägt das GKH dem wachsenden Bedarf an kultursensibler psychiatrischer Versorgung Rechnung. Ziel ist es, Patient*innen niederschwellig zu unterstützen und ihnen konkrete Werkzeuge zur Angstbewältigung an die Hand zu geben. Kontakt/Anmeldung: gruppenangebot-russisch@remove-this.gkh.de

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