Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke mit Blick vom Gerhard-Kienle-Weg.
Neugeborenes umgreift den Finger seiner Mutter
Unser Anmeldebereich der Abteilung für Neurochirurgie
Das Gemeinschaftskrankenhaus bei Nacht.

Tabuthema Inkontinenz

Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke sensibilisiert und klärt über Behandlungsmöglichkeiten auf

HERDECKE  Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche, die jährlich von der Internationalen Kontinenzgesellschaft organisiert wird und die in dieser Woche stattfindet, rückt das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke eine oft tabuisierte Krankheit in den Fokus: Inkontinenz. Mit dem Ziel, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und Betroffenen mögliche Therapien aufzuzeigen, engagiert sich die Klinik für Aufklärung, Therapie und Prävention.

Harninkontinenz kann Frauen jeden Alters betreffen. Häufig fällt es den Betroffenen schwer, über das Thema zu sprechen. Laut Schätzungen leiden rund 40 Prozent aller Frauen über 80 Jahre darunter. Aber es gibt auch Mütter, die nach einer Geburt unter unkontrolliertem Verlust von Urin leiden. Die gesellschaftliche Tabuisierung der Krankheit hat zur Folge, dass nur wenige Betroffene etwas gegen ihr Leiden unternehmen und keine medizinische Unterstützung in Anspruch nehmen. Dabei gibt es viele erfolgsversprechende Behandlungsansätze und gezielte Maßnahmen zur Vorbeugung.

„Viele Frauen nehmen fälschlicherweise an, dass Inkontinenz eine normale Alterserscheinung sei und dass man nichts dagegen tun könne“, sagt Dr. Anette Voigt, Leitende Ärztin der gynäkologischen Abteilung am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. „Dabei gibt es heutzutage zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die wir nach einer ausführlichen Diagnostik in unserem Krankenhaus anbieten und durchführen.“ Das interdisziplinäre Beckenboden- und Inkontinenzzentrum am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke bietet eine individuelle Diagnostik und Therapie an. Diese wird interdisziplinär mit anderen Abteilungen innerhalb der Klinik abgestimmt, um Patient*innen die für sie beste Behandlung anzubieten.

Operative Maßnahmen seien dabei nicht immer notwendig. „Je nach Art und Ursache kann eine Inkontinenz medikamentös behandelt werden oder auch konservative Therapien wie Beckenbodentraining, Physiotherapie und Elektrostimulation können zu einer deutlichen Besserung der Symptome verhelfen“, betont Dr. Voigt. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es außerdem sehr erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten, beispielweise mit Botox oder mit einem minimal operativen Aufwand ohne Vollnarkose.

Frauen, die von Inkontinenz betroffen sind, können telefonisch einen Beratungstermin am interdisziplinären Beckenboden- und Inkontinenzzentrum des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke vereinbaren: 02330 62-3000. Weitere Infos finden Sie hier.


Über das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Nordrhein-Westfalen, verbindet als Akutkrankenhaus medizinische Behandlung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau mit integrativen Angeboten der Anthroposophischen Medizin. Ziel ist es, auf die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse der Patient*innen einzugehen. Von diesem ganzheitlichen Behandlungsansatz profitieren jährlich mehr als 50.000 Menschen.

Am Krankenhaus arbeiten rund 1.700 Mitarbeitende in 17 Fachabteilungen mit 528 Planbetten. Das Leistungsspektrum beinhaltet die internistisch-chirurgische Grund- und Regelversorgung sowie eine überregionale Zentrumsversorgung auf den Gebieten Neurologie, Neurochirurgie, Kinderheilkunde, Gynäkologie & Geburtshilfe sowie Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Das 1969 eröffnete Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist das größte Anthroposophische Krankenhaus Deutschlands sowie akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Witten/Herdecke.

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