HERDECKE – Im zertifizierten Beckenbodenzentrum am GKH finden Patientinnen seit vielen Jahren spezialisierte Hilfe bei Inkontinenz, Blasenschwäche, Beckenbodenschwäche und Senkungsbeschwerden. Das Zentrum arbeitet interdisziplinär: Je nach Beschwerdebild und Ursache bringen verschiedene Fachbereiche ihre Expertise ein, um Diagnostik und Therapie individuell abzustimmen. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden sorgfältig zu klären und gemeinsam mit den Patientinnen einen passenden Behandlungsweg zu finden. Denkbar sind zum Beispiel konservative Maßnahmen, physiotherapeutische und medikamentöse Ansätze oder operativen Verfahren, die im GKH minimal-invasiv durchgeführt werden.
„Viele Betroffene warten sehr lange, bevor sie Hilfe suchen“, weiß Dr. med. Petra Blanke, Oberärztin der Frauenklinik und Operateurin im Beckenboden- und Inkontinenzzentrum am GKH. „Oft aus Scham oder weil sie glauben, ihre Beschwerden einfach hinnehmen zu müssen. Genau hier möchten wir Mut machen: Inkontinenz und Beckenbodenschwäche sind behandelbar. Entscheidend ist, gemeinsam genau hinzuschauen und einen Weg zu finden, der zur persönlichen Situation passt.“
Dass die Qualität der Versorgung im Herdecker Beckenbodenzentrum regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird, zeigt auch das kürzlich erfolgreich absolvierte interne Audit des Qualitätsverbunds Beckenboden. Dabei wurden unter anderem Behandlungsprozesse, Abläufe und die interdisziplinäre Zusammenarbeit betrachtet. Die nächste Rezertifizierung durch die Ärztekammer steht 2027 an. „Ein Audit ist für uns nicht nur eine formale Überprüfung, sondern auch eine Gelegenheit, die eigenen Strukturen genau anzuschauen und weiterzuentwickeln. Für unsere Patientinnen bedeutet das: Sie können sich darauf verlassen, dass ihre Beschwerden ernst genommen und nach aktuellen Qualitätsstandards behandelt werden“, freut sich Dr. med. Anette Voigt, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe am GKH, über die Anerkennung.
Das Team des Beckenbodenzentrums möchte zur Enttabuisierung des Themas beitragen und bietet anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche, initiiert von der Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V., eine Telefonaktion an: Am Donnerstag, 18. Juni, stehen Dr. med. Petra Blanke und Dr. med. Anette Voigt für Fragen rund um Inkontinenz, Blasenschwäche, Beckenbodenschwäche und Senkungsbeschwerden zur Verfügung. Sie sind an diesem Tag von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02330 62-2156 erreichbar.
Die 18. Welt‑Kontinenz‑Woche findet vom 15. bis 21. Juni 2026 unter dem Motto „10 Millionen! Du auch?“ statt und rückt eine der oft unterschätzten Volkskrankheiten in den Fokus.














