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Unterstützung und Austausch für Frauen mit Endometriose

Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke gründet Selbsthilfegruppe für Betroffene

HERDECKE - Endometriose zählt zu einer der weit verbreitetsten Frauenkrankheiten weltweit und bleibt dennoch oft viele Jahre unerkannt. Im Endometriose-Zentrum am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke erhalten Frauen neben umfassender Diagnostik und individueller Therapie ab August auch Unterstützung in Form einer Selbsthilfegruppe. Das monatliche Treffen wird von Friederike Graf, Endometriose Care Nurse, geleitet und findet jeden ersten Freitag im Monat von 18 bis 20 Uhr statt.

Als Endometriose werden gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter bezeichnet. Es handelt sich um eine komplexe chronische Erkrankung, die auch als „Chamäleon der Gynäkologie“ bezeichnet wird, da die Symptome und Folgen vielfältig sein können. Von Endometriose betroffene Frauen suchen meist eine gynäkologische Praxis auf, weil sie unter starken Schmerzen während der Regelblutung oder chronischen Unterbauchschmerzen leiden – und werden häufig nicht ernst genommen. „Dabei sind starke Menstruationsschmerzen nicht normal“, betont Friederike Graf, Endometriose Care Nurse am GKH. „Oft deuten sie auf eine Endometriose-Erkrankung hin, weshalb es enorm wichtig ist, Frauen mit diesen Beschwerden ernst zu nehmen und der Ursache auf den Grund zu gehen.“ In vielen Fällen hat Endometriose auch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Allein in Deutschland sind knapp zwei Millionen Frauen von der Krankheit betroffen.

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke verfügt über ein zertifiziertes Endometriose-Zentrum, das verschiedene diagnostische und therapeutische Verfahren anbietet. Ausschlaggebend für die Wahl der Therapieform ist, ob bei der Patientin ein Kinderwunsch besteht. Der umfassende therapeutische Ansatz sieht neben operativen und hormonellen Therapien auch komplementäre Maßnahmen der Schmerz- und Beschwerdelinderung vor. Da die chronischen Schmerzen und die generelle Beeinträchtigung im Leben mit einer enormen psycho-sozialen Belastung einhergehen, arbeitet das Zentrum eng mit der psychosomatischen Abteilung des GKH zusammen und bietet Patientinnen regelmäßig eine spezielle Sprechstunde an.

Die Gründung der Endometriose-Selbsthilfegruppe am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist ein weiterer Schritt, um den Betroffenen eine umfassende Betreuung und Unterstützung anzubieten, die über die medizinische Versorgung hinaus geht. „Viele Frauen leben mit Beschwerden, die sie auch im Alltag stark einschränken“, erzählt Friederike Graf. Die 34-Jährige leitet die Selbsthilfegruppe und ist selbst von Endometriose betroffen. „Wir möchten den Frauen gerne dabei helfen, ihr Leben mit Endometriose gut zu bewältigen und ihnen praktische und lebensnahe Ratschläge vermitteln, die zugleich medizinisch fundiert sind und sich aus eigener Erfahrung als hilfreich erwiesen haben. Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich Frauen offen austauschen und auch über Sorgen und Ängste sprechen können.“ Die Endometriose-Selbsthilfegruppe trifft sich jeden ersten Freitag im Monat, 18 bis 20 Uhr, im Gelben Saal des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Der Einstieg ist jederzeit möglich und die Teilnahme ist kostenfrei.

Frauen, die an der Selbsthilfegruppe teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 0163 6401138 oder per E-Mail an friederike.endocare@remove-this.web.de anzumelden. Termine für Beratungsgespräche im Endometriose-Zentrum können über das Sekretariat der Gynäkologie vereinbart werden: 02330 62-3456.   Informationen und Termine für die Sprechstunde in der Psychosomatik können bei der Gynäkologischen Ambulanz eingeholt werden: 02330 62-3000. Weitere Infos: https://www.gemeinschaftskrankenhaus.de/medizin-therapie-pflege/endometriosezentrum/  


Über das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Nordrhein-Westfalen, verbindet als Akutkrankenhaus medizinische Behandlung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau mit integrativen Angeboten der Anthroposophischen Medizin. Ziel ist es, auf die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse der Patient*innen einzugehen. Von diesem ganzheitlichen Behandlungsansatz profitieren jährlich mehr als 50.000 Menschen.

Am Krankenhaus arbeiten rund 1.700 Mitarbeitende in 17 Fachabteilungen mit 528 Planbetten. Das Leistungsspektrum beinhaltet die internistisch-chirurgische Grund- und Regelversorgung sowie eine überregionale Zentrumsversorgung auf den Gebieten Neurologie, Neurochirurgie, Kinderheilkunde, Gynäkologie & Geburtshilfe sowie Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Das 1969 eröffnete Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist das größte Anthroposophische Krankenhaus Deutschlands sowie akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Witten/Herdecke.

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